11. Juli 2025 · Dominik Panosch

Wieviel kann man mit YouTube AdSense verdienen?

Realistisch: Je nach Nische! Wenn du Gas gibst und eine Nische wählst, die viele Klicks bringt, ODER einen sehr hohen RPM hat, kannst du innerhalb weniger Monate auf 3000-5000€ pro Monat kommen.

Die Frage ist: Hast du Erfahrung? Ist dein Channel schon monetarisiert? Welche Nische interessiert dich?

Ich habe über Jahre hinweg einen persönlichen YouTube-Kanal aufgebaut. Viel Zeit, viel Energie, viel Herzblut – und ja, es kam auch Geld rein. AdSense funktioniert. Aber: Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ertrag. Wenn ich heute nochmal starten würde, wüsste ich ganz klar: Ein persönlicher Kanal lohnt sich nicht, wenn dein Ziel AdSense-Einnahmen sind.


Warum ich keine Personal Brand für AdSense Einnahmen aufbauen würde

Auf meinem Hauptkanal bin ich das Gesicht. Ich schreibe die Skripte, nehme auf, schneide, lade hoch. Klingt romantisch – ist es aber nicht. Denn was ich gelernt habe: Ein Kanal, der um deine Persönlichkeit aufgebaut ist, ist kaum skalierbar. Du bist die Brand, du bist der Engpass, du bist das Bottleneck.

Und noch schlimmer: Wenn du mal nicht lieferst – aus privaten, gesundheitlichen oder sonstigen Gründen – bleibt auch der Umsatz aus. Das ist kein System, das langfristig trägt.


AdSense auf persönlichen Kanälen: Nice to have, aber kein echtes Modell

Klar, ich hatte Videos mit 300€ AdSense-Einnahmen bei rund 10.000 Views. Das klingt beeindruckend – aber dafür musste ich Konzept, Kamera, Voiceover und Schnitt selbst machen. Tageweise Aufwand für einen Einmal-Effekt.

Und das größte Problem: Solche Einnahmen sind nicht replizierbar in hoher Frequenz, weil die Person (also ich) der limitierende Faktor ist.

YouTube-Monetarisierungs-Kennzahlen einfach erklärt

Begriff Abkürzung Was es bedeutet Was du wissen musst
Revenue per Mille RPM Einnahmen pro 1.000 Views Gibt an, wie viel Geld du tatsächlich pro 1.000 Videoaufrufen verdienst.
Cost per Mille CPM Werbekosten pro 1.000 Monetarisierter Wiedergaben Diese Zahl ist vor YouTubes Anteil. Von 10€ CPM bekommst du z.B. nur ~5,50€ RPM.
Click-Through-Rate CTR Prozentsatz der Klicks auf dein Thumbnail Alles über 5% ist schon stark.
Watchtime Gesamtminuten, die dein Video angesehen wurde Extrem wichtig für den Algorithmus.
Average View Duration AVD Durchschnittliche Wiedergabedauer pro Zuschauer Höher = besser. Gibt Hinweise auf Qualität.
Retention Rate Prozentualer Anteil der Zuschauer bis zum Ende Wichtig für virales Potenzial.

Faceless-Kanäle: Der große Hebel für echte AdSense-Einnahmen

Das hat mich zum Umdenken gebracht. Wenn ich heute neu starte – und das tue ich auch aktiv – dann nur noch faceless. Also Kanäle, die nicht an mich gebunden sind. Keine Stimme, kein Gesicht, keine Abhängigkeit von meiner Zeit.

Was ich dort sehe: Ich kann Prozesse bauen. Ich kann Videos auslagern – von Skript bis Upload. Ich kann Themen testen, Formate kopieren, Kanäle klonen. Und vor allem: Ich kann skalieren. Fünf Kanäle parallel? Möglich. 100 Videos im Monat? Machbar.


Skalierbarkeit schlägt Nähe

Viele glauben, dass Nähe zum Publikum der Schlüssel ist. Das stimmt vielleicht für Community-Aufbau oder Coaching-Modelle – aber nicht für Werbeeinnahmen. Bei AdSense zählt vor allem eines: Views. Masse. Watchtime. Und das bekommst du mit System – nicht mit Persönlichkeit.


Fazit: AdSense braucht Masse, und Masse braucht Systeme

Mein Learning nach mehreren Jahren YouTube: Wenn dein Ziel ist, mit AdSense Geld zu verdienen, dann bau kein Denkmal für dich selbst – bau dir ein System. Persönliche Kanäle sind schön fürs Ego, aber schlecht für die Skalierung.

Faceless ist kein Shortcut, aber der deutlich bessere Weg, wenn du YouTube als Business siehst. Und genau daran arbeite ich jetzt.

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